Termin vereinbaren

Wiesbaden 0 611 / 57 75 19

Bad Homburg 0 61 72 / 1 41 70 00

Zur Leistungs-Übersicht

PET-CT

PET/CT (Abkürzung für Positronen-Emissions-Tomographie und Computertomographie) ist das derzeit modernste bildgebende Verfahren in der Tumor- und Demenzdiagnostik. Die Kombination von PET und CT in einem Gerät erlaubt es, Tumore, Entzündungen oder neurologische Störungen früher und genauer sichtbar zu machen, als das mit allen bisherigen Verfahren möglich war.

Bei der PET-Untersuchung  erhalten die Patienten eine geringe Menge einer radioaktiv markierten Substanz, meistens Fluorodeoxyglucose, ein geringfügig verändertes Traubenzuckermolekül. Diese Substanz reichert sich im Organismus an Stellen intensiver Stoffwechselaktivität an. Weil Tumorzellen in der Regel einen hohen Stoffwechsel haben und viel mehr Zucker verbrauchen als gesunde Zellen, reichert sich die Substanz dort vermehrt an. Die krankhaften Zellen werden dann auf dem PET-Bild als leuchtende Punkte sichtbar.

Gleichzeitig stellt die Computertomographie die Anatomie des Körpers dreidimensional dar.

Anschließend werden die PET- und CT-Bilder im Gerät miteinander verschmolzen. Damit lassen sich auch kleinste Tumore schon sehr früh entdecken. Außerdem kann sicher festgestellt werden, ob die Tumore gut- oder bösartig sind.

Bild: PET/CT bei einem Ösophagus-Karzinom (Speiseröhrenkrebs): links das CT, rechts das PET, in der Mitte die verschmolzenen Bilder – das PET/CT. Der leuchtende Punkt links ist der Ursprungstumor, der kleinere Punkt rechts eine Metastase in einem Lymphknoten.

Bild: PET/CT bei einem Ösophagus-Karzinom (Speiseröhrenkrebs): links das CT, rechts das PET, in der Mitte die verschmolzenen Bilder – das PET/CT. Der leuchtende Punkt links ist der Ursprungstumor, der kleinere Punkt rechts eine Metastase in einem Lymphknoten.

Durch die frühzeitige Diagnose kann der behandelnde Arzt anschließend die für den Patienten beste Behandlung wählen: ob Operation, Chemotherapie, Bestrahlung oder eine Kombination verschiedener Behandlungsmöglichkeiten. Eine PET/CT-Verlaufskontrolle kann zeigen, ob der Patient auf die Behandlung anspricht.

Außerdem ist die PET/CT-Untersuchung bei zahlreichen Gehirnerkrankungen die derzeit empfindlichste Methode. So lassen sich damit Demenzerkrankungen bereits feststellen, wenn andere Verfahren noch keine Auffälligkeiten zeigen. Eine frühzeitige Diagnose ist gerade bei der Alzheimer-Demenz wichtig, weil nur eine rechtzeitige Therapie den Krankheitsverlauf verlangsamen kann. Auch andere Gehirnerkrankungen wie Parkinson kann das Gerät bereits erkennen, wenn der Patient noch kaum Beschwerden hat.

Das PET/CT-Verfahren wird vor allem in der Diagnostik folgender Tumorarten eingesetzt:

– Lungenkrebs (Bronchialkarzinom), Lungenrundherd
– Dickdarm- und Mastdarmkrebs (Kolorektales Karzinom)
– Brustkrebs (Mammakarzinom)
– Prostatakrebs (Prostatakarzinom)
– Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom)
– Malignes Lymphom (Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphom)
– Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom)
– Schilddrüsenkrebs  (Schilddrüsenkarzinom)
– Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)
– neuroendokrine Tumore (z.B. Karzinoid)
– Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
– Kopf- / Halstumore
– Knochen- / Weichteiltumore
– Hodenkrebs
– Hirntumore
– Untersuchung von Metastasen bei unbekanntem Primärtumor (CUP-Syndrom)

Das PET/CT-Verfahren wird außerdem eingesetzt zur:

– Entzündungssuche (Fieber unklarer Genese)
– Früherkennung von Demenzen wie Morbus Alzheimer
– Unterscheidung verschiedener Demenzformen
– Diagnostik von Bewegungsstörungen
– Epilepsie

 

Download „Patienteninformation PET-CT“ (PDF)