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PET-CT bei Prostatakarzinom (PSMA-PET/CT)

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Bild: Lokalrezidiv eines Prostata-Karzinoms nach Entfernung der Prostata

Die PET/CT-Untersuchung ist das derzeit modernste bildgebende Verfahren zur Tumorsuche. Es vereint in einem Gerät die Vorzüge der Positronenemissionstomographie (PET) und der Computertomographie (CT). Die PET ist in der Lage, den Tumorstoffwechsel darzustellen, während die CT den Tumor räumlich exakt lokalisiert. Damit lassen sich auch wenige Millimeter große Tumore schon in einem sehr frühen Stadium aufspüren, was mit anderen Verfahren bisher nicht möglich war.

Bei der PET-Untersuchung erhalten die Patienten eine geringe Menge einer radioaktiv markierten Substanz, PSMA oder Cholin. Diese reichert sich in den Zellen des Prostata-Karzinoms vermehrt an. Die krankhaften Zellen werden dann auf dem PET-Bild als leuchtende Punkte sichtbar. Gleichzeitig stellt die Computertomographie das Innere des Körpers dreidimensional dar.

Bei Prostatakrebs kann die PET/CT-Untersuchung notwendig sein bei Verdacht auf Wiederauftreten der Krebserkrankung bei ansteigendem Tumormarker PSA, bei Verdacht auf Prostatakrebs trotz negativer Biopsie, bei Verdacht auf Metastasen in Lymphknoten oder anderen Organen.

Durch die frühzeitige Diagnose kann der behandelnde Arzt anschließend die für den Patienten beste Behandlung wählen. Eine PET/CT-Verlaufskontrolle kann zeigen, ob die Behandlung wirkt und ein Patient z.B. auf eine Chemotherapie anspricht.

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Tumorerkrankung bei Männern in Europa. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland Zehntausende Männer daran. Eine frühzeitige Diagnostik erhöht die Chance auf Heilung.

Untersuchungsablauf

Zunächst werden wir Ihnen eine geringe Menge einer schwach radioaktiv markierten Substanz injizieren. Diese reichert sich wenig später in stoffwechselaktivem Gewebe an.

Die verwendeten Substanzen werden sehr gut vertragen, allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Die Strahlenbelastung ist gering und schnell wieder abgebaut.

Danach werden etwa zehn Minuten lang PET/CT-Bilder vom Becken aufgezeichnet.

Anschließend entspannen Sie für etwa eine Stunde in einem Ruheraum.

Danach werden wir Bilder vom ganzen Körper aufnehmen, was ca. 15-30 Minuten dauert.

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich in die kegelförmige Öffnung des PET/CT-Gerätes hineinbewegt. Die Öffnung ist relativ weit und die Röhre so kurz, dass Sie sich nicht eingeengt fühlen müssen. Die Messung ist fast geräuschlos.

Die Untersuchung dauert insgesamt ca. drei Stunden.

Lymphknotenmetastasen im Becken bei einem Patienten mit Prostata-Karzinom

Lymphknotenmetastasen im Becken bei einem Patienten mit Prostata-Karzinom

Vorbereitung und danach

Sie müssen am Untersuchungstag nicht nüchtern sein.

Bitte trinken Sie vor der Untersuchung mindestens einen halben Liter Wasser.

Ihre Medikamente können Sie wie gewohnt einnehmen. Bitte bringen Sie Ihre Medikamenten-Liste mit.

Bitte bringen Sie die Befunde Ihrer Voruntersuchungen mit. Besonders wichtig sind Ausdrucke oder am besten die CD der letzten CT- und MRT-Untersuchungen.

Die radioaktiv markierte Substanz wird für jeden Patienten einzeln bestellt (Kosten: mehrere hundert Euro) und ist nicht lagerfähig. Bitte halten Sie Ihren Termin deshalb  unbedingt pünktlich ein oder sagen ihn spätestens zwei Tage vorher ab.

Die Bilder und der Befund werden innerhalb eines Tages ausgewertet und Ihrem behandelnden Arzt schnellstmöglich zugeschickt. Sie selbst bekommen eine CD mit den PET/CT-Bildern.

Wenn Sie weitere Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

 

Download „Patienteninformation PET-CT bei Prostatakarzinom“ (PDF)